Führungskompetenz

Die Wirtschaft ist unser Schicksal!

Dieser Satz des Industriellen und liberalen Außenministers der Weimarer Republik, Walther Rathenau, umschreibt die Bedeutung und zugleich Verantwortung der Wirtschaft: Nicht die Politik sondern die Ökonomie ist Grundlage einer humanen und prosperierenden Gesellschaft. Und damit die Ökonomie diese Anforderung erfüllen kann, bedarf es einerseits geeigneter marktwirtschaftlicher Spielregeln und andererseits verantwortungsvoller und kompetenter Führungspersönlichkeiten.

Persönlichkeit im Wandel der Zeit

Zur Zeit Walther Rathenaus bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts dominierte ein Typus von Führungspersönlichkeit, der „bureaucratic leader“ genannt wird (Michael Maccoby 2007). Eine solche bürokratische Führungskraft ist stark an Regeln orientiert und an Werten wie Pflicht, Loyalität, Hierarchien, Langfristigkeit und Beständigkeit.

Durch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte wurde der bureaucratic leader zunehmend ersetzt durch einen anderen Typus. Obwohl sich natürlich weiterhin alle Menschen in ihren individuellen Eigenschaften unterscheiden, gibt es doch sozial-typische Gemeinsamkeiten. So ist der neue Typus der Führungskraft häufig geprägt durch: Dynamik, Flexibilität, Ausrichtung auf rasche Veränderungen, kurzfristige Erfolge, Selbstdarstellung, Inszenierung und Interaktion mit wechselnden Kooperationspartnern und in wechselnden Projekten.

Die jeweiligen Eigenschaften sind weder „gut“ noch „schlecht“ sondern Anpassungen an gesellschaftliche Bedingungen und deshalb meistens nützlich. Dennoch hat der bekannte Management-Professor Sydney Finkelstein in seinem Buch „Why Smart Executives Fail“ die Gründe beschrieben, warum brillante Führungskräfte häufig scheitern:

Entscheidend dafür sind oft Persönlichkeitsmerkmale, die zwar kurzfristigen Erfolg bringen, langfristig aber verhängnisvoll sein können für die gesamte Firma.
Bestimmte typische Eigenschaften und Verhaltensweisen können sowohl nützlich als auch schädlich sein, je nachdem, in welcher Balance sie wechselseitig stehen und was die Situation erfordert.

Leadership qualities

Leadership Qualities lassen sich nicht „downloaden“ oder passiv konsumieren, stattdessen sind Eigeninitiative und systematische Übung nötig.

Personality training bedeutet nach unserem Verständnis auch nicht, ein ganz neuer und anderer Mensch werden zu müssen. Ein solches Ziel wäre weder realistisch noch wünschenswert. Stattdessen geht es darum, die Persönlichkeit in eine bessere Balance zu bringen und die typischen Eigenschaften und Verhaltensweisen situationsadäquater zu gestalten.

Ein solches personality training ist nicht nur wichtig für den Erfolg des Einzelnen. Es geht zugleich um den Nutzen für die Gemeinschaft. Denn – um an das Zitat von Rathenau anzuknüpfen – nicht nur die Wirtschaft ist unser Schicksal, sondern gerade auch die Persönlichkeit derjenigen, die an leitender Stelle in der Wirtschaft und in anderen Organisationen tätig sind.

Auf diesen Seiten können Sie sich informieren über die angebotenen Workshops, das Executive Coaching sowie die Soft Skills- und Sozialkompetenz-Ausbildungen in Kooperation mit Dr. Rupprecht Weerth, im Rahmen des Instituts für Sozialkompetenz und Soft Skill Training (IsoKo).

Dr. Jan M. Böhm und Team

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Ihre Persönlichkeit entscheidet!